Pressemitteilung: Behindertenbeauftragter möchte ins Rathaus

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Pressemitteilung: Behindertenbeauftragter möchte ins Rathaus

Beitrag von FDP Roetgen » Di 26. Sep 2017, 19:43

Roetgen. Sorgen, Nöte, Ängste: Gerade für ältere und behinderte Menschen sind das Phänomene, mit denen sie immer wieder zu kämpfen haben. Sie sind auf Hilfe angewiesen, wenn es um Formulare geht, um Fragen zur Grundsicherung, die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises oder um Wohngeld.

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von links: Dr. Georg Dittmer, Andreas Henkel, Franz-Josef Zwingmann; Fotograf: Günther Sander

In Roetgen gibt es einen Behindertenbeauftragten, der auf Initiative der FDP vor einem Jahr seine Arbeit aufnahm, aber noch liegt vieles im Argen. Andreas Henkel ist seit nunmehr einem Jahr beratend und ehrenamtlich tätig, kann ein Lied davon singen, wie „er zuweilen regelrecht ausgebremst wird“. Trotz Ärger und Frust zieht er dennoch eine positive Bilanz seiner bisherigen Arbeit.

Sein sehnlichster Wunsch, dem Behindertenbeauftragten im Rathaus die Möglichkeiten einzuräumen, Hilfesuchenden zur Seite zu stehen, ist bis dato aber nicht in Erfüllung gegangen. „Es sieht einfach finster aus“, sagen Andreas Henkel und die FDP-Ratsherrn Franz-Josef Zwingmann und Dr. Georg Dittmer bedauernd.

Zwingmann verweist auf eine mögliche Vernetzung mit anderen Institutionen. „Inzwischen sind wir so weit und bereit, uns mit anderen Institutionen und Sozialverbänden wie dem VdK und der Awo zu vernetzen“, macht er deutlich. Aufgrund der starken Inanspruchnahme wäre es wünschenswert, wenn der Behindertenbeauftragte im Rathaus etabliert werden könnte, um von dort aus mindestens einmal wöchentlich für etwa zwei Stunden den Hilfesuchenden mit Rat und Tat behilflich sein zu können.


Aus Scham nicht zum Sozialamt

Zwingmann und Dittmer gehen noch weiter, brechen eine Lanze für Andreas Henkel: „Unsere Idee wäre, dass mit den beiden Seniorenbeauftragten, die im Roetgener Rathaus solche Möglichkeiten haben, bald schon eine Vereinbarung getroffen wird, dass sie eine einvernehmliche Nutzung der Räumlichkeiten im Rathaus mit unserem Behindertenbeauftragten zu festen Zeiten vereinbaren.“

Auch eine regelmäßige Sprechstunde sollte angeboten werden. Damit würde die Möglichkeit geschaffen, weitere Sozialverbände nach Roetgen zu holen und effektiver ihre Beratungszeiten – auch zur Entlastung des Sozialamtes – einzusetzen.

So sieht es auch Andreas Henkel, denn er kann sich über Hilfeersuchen, hauptsächlich von Behinderten, nicht beklagen. Diese beinhalteten ein breites Spektrum von Kritik und Hinweisen aus dem alltäglichen Lebensbereich.

Mangelnde Verkehrssicherheit, gefährliche Stolpersteine im Gehwegpflaster, Parken an Bordsteinabsenkungen und Überwucherung von Gehwegen durch Hecken würden beispielsweise angesprochen. Henkel verweist aber auch auf Hinweise und informative Hilfeersuchen. Letzteres mache deutlich, dass viele Bürger sich aus Scham nicht an das Sozialamt gewandt hätten oder sich falsch beraten fühlten. In solchen Fällen seien Hilfesuchende auf weitere zuständige Stellen hingewiesen worden.

Auch aus Nachbarkommunen erreichen Andreas Henkel viele Anfragen: „Ich möchte für die Menschen da sein, ich habe mich eigens von der Knappschaft schulen lassen, jetzt stehe ich bereit, um Gutes zu tun“, so der Roetgener Behindertenbeauftragte. Hilfestellung auf verschiedenen Gebieten sei äußerst wichtig, denn ältere Menschen seien mit dem „Papierkram“ oftmals regelrecht überfordert.

Auskunft beim Behindertenbeauftragten erhalten Interessierte unter der E-Mail-Anschrift: henkel.andy@googlemail.com oder unter Telefon 02471/134580.
Quelle: Aachener Zeitung vom 21. September 2017

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